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1991

Auf Initiative des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV) kam es am 14. Oktober 1991 in München zum ersten Treffen des Forum Bildungspolitik in Bayern. 13 Elternvereinigungen, Lehrerverbände, Schülervertretungen, Jugendverbände und andere bildungspolitisch tätige Vereine und Organisationen fanden sich zusammen. Heute zählt das Forum Bildungspolitik in Bayern 40 Organisationen als Mitglieder.

In der Zusammenarbeit mit den verschiedenen Organisationen, Verbänden und Initiativen im Forum Bildungspolitik in Bayern wurden die ideologischen Grabenkämpfe der 70er Jahre und die Zersplitterung der bildungspolitischen Aktivitäten erfolgreich überwunden. Gemeinsam setzen wir uns aktiv mit den Problemen der Schul- und Bildungspolitik auseinander. Gemeinsam treten wir für eine innovative

Bildungspolitik, die Verbesserung der Unterrichtsbedingungen und die innere Schulreform ein. Die zentralen Stichworte lauten seit Beginn: steigende Schülerzahlen, prozentual rückläufige Bildungsausgaben und zunehmende Erziehungsprobleme.
 

1992

Im September 1992 rief das Forum Bildungspolitik in Bayern zu einer Großdemonstration für bessere Unterrichtsbedingungen, kleinere Klassen und mehr Lehrerplanstellen auf dem Münchner Marienplatz auf. Der Anlass war die Forderung des Bayerischen Obersten Rechnungshofs (ORH), trotz massiv steigender Schülerzahlen keine zusätzlichen Lehrerplanstellen zur Verfügung zu stellen. Mehr als 15.000 Lehrer/innen, Eltern und Schüler/innen aus ganz Bayern folgten unserem Aufruf.

Kurze Zeit später überreichten wir dem Bayerischen Landtag die größte Petition seiner bisherigen Geschichte: Fast 200.000 Bürgerinnen und Bürger forderten in einer Unterschriftenaktion kleinere Klassen, bessere Betreuungsangebote und das Recht auf einen Kindergartenplatz.
 

1993

Das Jahr 1993 war schulpolitisch geprägt von der Diskussion um das Volksbegehren „Bessere Schulen“. Einige Organisationen im Forum unterstützten das Volksbegehren, andere nicht. Entgegen vieler Unkenrufe zerbrach das Forum Bildungspolitik in Bayern nicht an den unterschiedlichen Positionen seiner Mitgliedsorganisationen - im Gegenteil. Noch im gleichen Jahr richteten wir erneut eine Petition zur Sicherung der Unterrichtsversorgung an den Bayerischen Landtag.
 

1994

Im Jahr 1994 erarbeitete das Forum Bildungspolitik in Bayern in intensiver Diskussion zwei vielbeachtete Positionspapiere zur Freiarbeit („Freie Arbeit und offener Unterricht - Das neue Lern- und Arbeitsverständnis für eine kindgemäße, lebensnahe Schule“) und zur Betreuungssituation („Betreuungsangebote für Kinder und Jugendliche“). Gemeinsam mit Wissenschaftlern und anderen Experten befassten wir uns außerdem mit den Themen Gewalt in den Medien und Medienerziehung sowie Fragen der Integration von Kindern mit Behinderungen in Regelschulen.
 

1995

1995 veranstaltete das Forum Bildungspolitik in Bayern den Pädagogischen Kongress „Bildung neu denken - Aufbruch ins 21. Jahrhundert“. In seiner thematischen Vielfalt, seiner hochkompetenten Besetzung und seinen mehr als 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein Ereignis!

Ebenfalls 1995 legten wir ein Positionspapier zur Reform der gymnasialen Oberstufe vor, in dem der Erhalt von 13 Schuljahren gefordert wird.

Im gleichen Jahr war das Forum Bildungspolitik in Bayern Träger der Unterschriftenaktion „Stopp am Schulbus“. In ganz Deutschland hat rund eine halbe Million Menschen für einen besseren Schutz von Kindern beim Ein- und Aussteigen aus dem Schulbus unterschrieben. Allein in Bayern mehr als 216.000! Gegen anfänglich erbitterte Widerstände konnte schließlich erreicht werden, dass der Bundesrat eine Änderung der Straßenverkehrordnung zum 1. August 1995 in Kraft setzte.
 

1996

1996 wandte sich das Forum Bildungspolitik in Bayern u. a mit einer Petition gegen die weitere Verschlechterung der Unterrichtsbedingungen an den Bayerischen Landtag. Der Anlass war diesmal die neuerliche Streichung einer Unterrichtstunde in der Grundschule.
 

1997

1997 führte das Forum Bildungspolitik in Bayern das vielbeachtete Symposion „Selbstverantwortung und Eigengestaltung - Anstöße für eine neue Schulkultur“ mit über 300 Teilnehmer/innen durch. Im gleichen Jahr legten wir unser Positionspapier „Elementarer Bildungsbereich - Kindertageseinrichtungen“ vor, in dem kleinere Gruppen, angemessene Öffnungszeiten, mehr bezuschusstes pädagogisches Personal und die Integration von Kindern mit Behinderten gefordert werden.
 

1998

1998 mischten wir uns u. a. mit einer öffentlichen Anhörung im Literaturhaus München aktiv in den Wahlkampf zur bayerischen Landtagswahl ein. Wir richteten unsere Forderungen zur bayerischen Bildungspolitik an die Vertreter/innen der Parteien und forderten verbindliche Aussagen ein.
 

1999/2000

Die Jahre 1999 und 2000 waren dominiert durch die Auseinandersetzung um die Einführung der sechsstufigen Realschule. Wie 1993 beteiligten sich zahlreiche Mitgliedsorganisationen des Forums aktiv am Volksbegehren „Die bessere Schulreform“, dem Gegenkonzept zur sechsstufigen Realschule. Erneut bewies das Forum Bildungspolitik in Bayern seine Fähigkeiten, trotz unterschiedlicher Auffassungen seiner Mitglieder, gemeinsam zu handeln: Im Oktober 1999 richteten wir gemeinsam unsere Forderungen zur Änderung des Erziehungs- und Unterrichtsgesetzes an die Politik. Unter anderem setzten wir uns für die Hauptschulreform und gegen die Abschaffung der Grund- und Leistungskurse am Gymnasium ein.

Ende 2000 legte das Forum Bildungspolitik ein ausführliches Positionspapier „Qualitätssicherung in Bildung und Erziehung“ vor. Zunächst diskutierten wir unsere Thesen mit Vertreter/innen aller drei Fraktionen des Bayerischen Landtags bei einem Parlamentarischen Abend. Anschließend richteten wir unsere Forderungen als Petition an die Bayerische Volksvertretung.
 

2001

Im Jahr 2001 feierte das Forum Bildungspolitik in Bayern sein 10-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum wurde mit einer großen Veranstaltung im Oktober in Nürnberg begangen, bei der auch die im Bayerischen Landtag vertreten Parteien hochkarätig das Wort ergriffen. Die Veranstaltung stand unter dem Motto "Demokratie leben und lernen - Innere Schulentwicklung als Demokratisierungsprozess". Diese Thema war zugleich Schwerpunktthema des Jahres 2001, zu dem  ein Positionspapier vorlegt wurde.

Außerdem wurden vom Forum Bildungspolitik in diesem Jahr zwei Petitionen zur Schulsozialarbeit sowie zum Qualitätsmanagement der Kindertageseinrichtungen in Bayern an den Bayerischen Landtag gerichtet. Schließlich setzte sich das Forum erfolgreich dafür ein, dass die in den Kosovo abgeschobene Nürnberger Schülerin Teuta Zeneli nach Bayern zurückkehren durfte, um hier ihren Schulabschluss zu erwerben.
 

2002

Im Jahr 2002 befasste sich das Forum Bildungspolitik in Bayern schwerpunktmäßig mit der PISA-Studie. Zwei Petitionen wurden an den Bayerischen Landtag gerichtet, eine zur geschlechtsspezifischen Förderung und eine weitere zum Abbau sozialer Benachteiligungen.

Außerdem führte das Forum Bildungspolitik in Bayern Gespräche mit Vertretern aller drei Landtagsfraktionen zur Demokratisierung von Schule. Das o.g. Positionspapier wurde anschließend als Petition an den Bayerischen Landtag gerichtet.

Ende 2002 tritt der Deutsche Katecheten-Verein e.V. (DKV) als 25. Organisation dem Forum Bildungspolitik in Bayern bei.

2003

2003 führte das Forum Bildungspolitik in Bayern gemeinsam mit BLLV und BEV die Unterschriftensammlung "Aktion Bildung" durch. Am 8. Juli konnten konnte dem Präsidenten des Bayerischen Landtags 102.317 Unterschriften für dringend erforderliche Verbesserungen an Grundschulen überreicht. Das ist die mit Abstand größte Petition der letzten 5 Jahre in Bayern.

In der ersten Jahreshälfte hatte das Forum Bildungspolitik bereits eine Petition zur Reform der gymnasialen Oberstufe sowie eine Petition zur Förderung von Schülerbibliotheken als Konsequenz aus der PISA-Studie an den Landtag gerichtet.

Das Forum Bildungspolitik unterstützt die Petition der Landesschülervertretung (LSV) zur Ausweitung der Schülerrechte.

Zur Schaffung einer bis auf Landesebene gesetzlich geregelten und demokratisch legitimierten Elternvertretung in Bayern hat das Forum Bildungspolitik an den neugewählten Landtag eine Petition gerichtet. Diese gibt es in allen Bundesländern - nur in Bayern nicht.

In der letzten Sitzung in diesem Jahr nahm das Forum Bildungspolitik das Insitut für Zusammenarbeit im Erziehungsbereich (IFZE) als 28. Organisation auf.

2004

Anfang 2004 nahm das Forum Bildungspolitik die Initiative Humanes Lernen GbR als 29. Organisation auf. Das Forum Bildungspolitik arbeitet äußerst effektiv und beschäftigt sich mit verschiedensten Fragen des Bildungssystems. Im Laufe des Jahres werden 4 Petitionen an den Bayerischen Landtag gerichtet: Eine Petition zur Integration von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf, eine zur grundlegenden Bedeutung von Schulsozialarbeit und eine weitere zur Sicherung der Standards des bestehenden Bayer. Kindergartengesetzes (BayKiG).

Darüber hinaus hat das Forum Bildungspolitik eine Eingabe an die Bayerische Kultusministerin gerichtet zur Forderung Schulpsycholog/innen in die Beratung. Eine Arbeitsgruppe des Forums erstellte ein Diskussionspapier zur Lernkultur.

2005

Am 15. Januar veranstaltet das Forum Bildungspolitik einen Landeskongress Schulsozialarbeit zur Weiterentwicklung der Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule mit über 200 Teilnehmer/innen. Die Anwesenden verabschiedeten als Protest eine Petition gegen die geplante Einstellung des Programms zur Schaffung von Schulsozialarbeiter/innen.

2005 nahm das Forum gleich vier neue Mitglieder auf: die Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern e.V. (LEV), die InitiativGruppe Interkulturelle Begegnung und Bildung e.V., den Verband Katholischer Religionslehrer/innen und Gemeindereferent/innen im Kirchendienst e.V. (VKRG) sowie den Deutscher Kinderschutzbund - München e. V. Somit hat das Forum Bildungspolitik jetzt 33 Mitglieder.

Schließlich wurde im Dezember eine umfangreife Petition zum Ausbau der interkulturellen Erziehung an den Bayer. Landtag gerichtet.

2006

Das Jahr begann mit einer Petition mit dem das Forum 2000 zusätzliche Lehrerplanstellen im Nachtragshaushalt 2006 forderte.

Im Mai nahm das Forum Bildungspolitik sein 34. Mitglied einstimmig auf: den Landeselternverband Bayerischer Realschulen e.V. (LEV-RS). In der gleichen Sitzung war der SPD-Bildungsexperte Hans-Ulrich Pfaffmann für einen Meinungsaustausch Gast beim Forum. Wenig später stellte das Forum erfolgreich eine Petition zur Schulsozialarbeit: Im Doppelhaushalt 2007/08 wurden insgesamt 71 zusätzliche Stellen durch den Freistaat geschaffen.

Die weiter wachsende Mitgliederzahl machte es erforderlich, die Art der Zusammenarbeit 2006 erstmal in einer Geschäftsordnung festzuschreiben. Erstmals wurde jetzt auch eine Stellvertretende Sprecherin gewählt.

Am 21.10.2006 feierte das Forum Bildungspolitik in Bayern sein 15-jähriges Bestehen wird einer Festversanstaltung in München.

2007

Am 3.3.2007 veranstaltete das Forum Bildungspolitik zum zweiten Mal eine Landesfachtagung Schulsozialarbeit


Im Mai wuchs das Forum Bildungspolitik auf nun 36 Mitglieder an. Neu dabei das Eltern-Forum-Coburg und Sudbury München e.V.
Zur gleichen Zeit machte sich das Forum erneut stark für den Ausbau der interkulturellen Erziehung.


Im November konnte das Forum Bildungspolitik ein weiteres Mitglied aufnehmen: Die Landesvereinigung Kulturelle Bildung Bayern e.V. (LKB:BY).

2008

Zu Anfang des Jahres greift das Forum Bildungspolitik ein immer stärker beachtetes Thema mit einer Petition auf: Die Förderung von männlichen Kindern und Jugendlichen. Vom Kultusministerium fordert das Forum eine Stärkung der Rechte der neu geschaffenen gesetzlichen Schüler/innenvertretung. Weitere Petitionen stellte das Forum Bildungspolitik zu den Allgemeinen Schuldaten sowie für mehr Schulpsychologen/innen. Letztere wird im Juni vom Landtag mit "Würdigung" beschlossen. Es folgen Petitionen zur Integration / Sonderpädagogik und zum Kunstunterricht.

Als neues Mitglied wird das Zentrum für kindliche Mehrsprachigkeit (ZfkM) aufgenommen. Im Juni kandidiert der Gründer und langjährige Sprecher des Forums, Dr. h.c. Albin Dannhäuser, nach 17 Jahren nicht mehr für dieses Amt. Zu seinem Nachfolger wird einstimmig Klaus Wenzel (BLLV) gewählt. Erstmals gibt es zwei stellvertretende Sprecherinnen: Isabell Zacharias (BEV) wird bestätigt und Brigitta Berger-Thüre (MLVB) in das neu geschaffene Amt der 2. Stellvertretenden Sprecherin gewählt.

Zur Landtagswahl hat das Forum Bildungspolitik Forderungen gestellt, die von den Parteien beantwortet werden. Am 23. Juni hat hierzu eine "bewegte" Diskussionsveranstaltung mit Spitzenpolitiker/innen der 5 wichtigsten Partein stattgefunden. Am 23./24. Oktober ist das Forum Bildungspolitik Mitveranstalter des Kongresses "KULTUR BILDET STADT" in München.w

Die Hermann Gutmann Stiftung wird als erste Organisation in den neu geschaffenen Status eines Fördermitglieds aufgenommen

2009

Das Forum Bildungspolitik in Bayern wächst weiter auf 40 Mitglieder: Der Verband Berufstätiger Mütter e.V. (VBM), der Fachverband für Kunstpädagogik, BDK e.V., die Gymnasialeltern Bayern e.V. (GyB), die Landesarbeitsgemeinschaft Bayerischer Familienbildungsstätten e.V., der Landesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V. Bayern (LVL), Eine Schule für Alle - in Bayern e.V. sowie Die Regionalbewegung - Landesgruppe Bayern werden als Mitglied aufgenommen.

Am 14. März 2009 veranstaltete das Forum Bildungspolitik seine 3. Landesfachtagung Schulsozialarbeit zum Übergang Schule - Beruf in Fürth.

Im März wurde eine Petition zur kulturellen Bildung, im Mai eine zur Umsetzung der UN-Konvention zur Inklusion im Bayerischen Schulsystem an den Bayerischen Landtag gerichtet. Geplant sind u.a. Stellungnahmen zu den Themen Frühförderung, Elternarbeit, Medien und zur Elementarerziehung.

Seit Oktober ist das Forum Bildungspolitik in Bayern Mitglied im
Bayerischen Bündnis für Toleranz - Demokratie und Menschenwürde schützen

2010

Das Forum Bildungspolitik in Bayern wächst durch neue Mitglieder weiter: Erstmals sind die Studierenden vertreten über die Landes-ASten-Konferenz Bayern, Landesweiter Zusammenschluss der Studierendenvertretungen. Neu dabei auch das renommierte JFF - Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis. Inhaltlich unternimmt Forum neuen Vorstoß für die Einrichtung einer gesetzlich verankerten verfassten Elternschaft endlich auch in Bayern: Petition an den Landtag, Schaubild zum Wahlverfahren. Gegenüber dem Kultusministerium wurden faire Verbandsanhörungen in einer Petition gefordert.

Klaus Wenzel, Sprecher des Forum Bildungspolitik in Bayern, spricht am 27. Februar als Vertreter des Bündnis für Toleranz beim Aktionstag Vielfalt in der Friedensstadt Augsburg: Platzverweis! Die Rote Karte gegen Rechts. Beteiligt ist ein breites Bündnis - u.a. das Bayerische Bündnis für Tolereanz, dessen Mitglied das Forum Bildungspolitik in Bayern ist. Flyer, Resolution des Augsburger Stadtrates

Forum Bildungspolitik in Bayern


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